Die Wildkammer

Presse 2012

Jeder denkt, er kennt Bier

06.11.2012 - BAD SOBERNHEIM

Von Gert Schatto



VERKOSTUNG
Klaus Nieding bringt in Wildkammer exotische Düfte ins Glas



In einer Region, die sich zunehmend ihrer Stärken bewusst wird, möchte sich auch Klaus Nieding in den Reigen der entsprechenden Veranstaltungen einreihen - und hatte zu einer besonderen Bierprobe in seine "Wildkammer" eingeladen. Wer da Bitburger, Jever, Kirner oder andere bekannte Biersorten im Glas erwartet hatte, staunte nicht schlecht. Diplom-Biersommelier Jochen Rosinus schenkte durchweg gefühlte Exoten aus, vom rauchigen Weizenbier über frische Frucht-Kompositionen bis zu mächtigen belgischen Bieren nach Klosterrezepten. Alles aus der Kollektion von "Braufactum" aus Frankfurt; das Unternehmen hat sich Vertrieb und Produktion exklusiver Biere auf die Fahnen geschrieben.

"Nutzen Sie die Chance, sich auf eine Reise zu machen", forderte Rosinus auf. Er erklärte, dass internationale Spitzenrestaurants längst umfangreiche Bier-Karten pflegen, aus denen der Bier-Sommelier dem Gast den passenden Begleiter zu jedem Gang empfiehlt. Das sind indes, mit deutlich mehr Alkohol als die bekannten Biere, keine Tropfen gegen den Durst. Sondern in stilvollen Gläsern werden diese Biere zum Essen genossen, wie ein Wein - in kleineren Mengen als etwa ein gängiges Pils oder Weizenbier.

"Jeder denkt, er kennt Bier", hatte Rosinus die Probe denn auch mit einem belgischen Aperitif-Bier eingeläutet, das mit seinem 40-prozentigen Gehalt an frischen Sauerkirschen und naturtrüb tatsächlich angetan war, die Sinne zu schärfen für das, was da an Schmankerln noch kam.

Dafür hatte Niedings Frau Petra gesorgt. Sie tischte mit der Mannschaft der Wildkammer sechs Gerichte auf - bis auf den abschließenden Käseteller alles Wildfleisch. Der Auftakt mit Weißwurst und Saumagen kam deftig daher, es folgten Leckereien wie Pastete, Bratwurst, Schinken, Aufschnitt. Krönung war die Idee, das bekannte Vitello Tonnato zu variieren, als zarte Scheiben vom Reh das übliche Kalbfleisch ersetzten. Rosinus reichte stets die passende Biersorte, zehn an der Zahl und, wie der Sommelier versicherte, ohne Aromen und Zusatzstoffe.

Nieding las zu Bier und Wild mal nachdenkliche, mal beschauliche Geschichten vor, kam dann auch auf ein aktuelles Problem zu sprechen: die Schäden, die Wildschweine derzeit in Äckern und Weinbergen anrichten. Die Winzer Heiko Bamberger und Bernd Schneider, als Partner von Niedings Wildkammer mit an den Tischen, hörten da genau hin und bekamen so auch ein an sie gerichtetes Bonmot des Hausherrn mit, dass er sich nicht verkneifen wollte: "Ihre Trauben sind mir lieber, wenn sie durch meine Wildschweine gegangen sind."

Den Abend beschloss - Wein. Bernd Schneider schenkte auf Einladung Niedings zur Käseplatte eine Riesling Auslese ein und einen Rotwein, den er "Directors Cut" getauft hatte. Winzer Schneiders Urteil zum Ende des Abends: "Wein geht auch nach einer Bierprobe..."

Zuvor hatte Nieding auf sanfte Anfrage einiger Gäste einen Trauben-Brand eingeschenkt, aus dem eigenen Weinberg, gebrannt aber noch in Rheinhessen. Das soll bald ein Ende haben, verriet Nieding: Wenn sich am Johannisplatz neben Wildkammer und Getränkekammer noch seine "Brennkammer" zeigen wird.

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